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Objektbericht: Decathlon Logistikzentrum, Schwetzingen
06 décembre 2013

Objektbericht: Decathlon Logistikzentrum, Schwetzingen

Ferrodur – Stahlfaserbeton C 30/37 nach Leistungsklasse 0,9/0,9

In Schwetzingen entstand seit April 2012 auf einem 12 ha großen Grundstück eine Logistikhalle der Firma Decathlon Deutschland Logistik GmbH mit einer Lagerfläche von insgesamt 30.000 m². Für die Herstellung der Böden zeichnete die Firma IBG floortec GmbH aus Miehlen verantwortlich.

Gemeinsam mit den Experten der Dyckerhoff Beton Niederlassung Rhein-Main-Taunus wurde im Vorfeld ein Rezeptur- und Logistik- Konzept für die Lieferung hochwertigen Transportbetons erstellt. Durch diese enge Zusammenarbeit konnten die hohen Anforderungen an eine gleichbleibend gute Qualität der Böden und Oberflächen erfüllt werden.

Die fertigen Böden sollten die folgenden, unterschiedlichen Ansprüche erfüllen:

- Sie müssen der ständigen Belastung durch schwere Maschinen, wie Gabelstapler oder Hubwagen standhalten.

- Sie sollen widerstandsfähig gegenüber herabfallenden Gegenständen sein.

- Durch eine geringe Zahl an Fugen sollten Fahrgeräusche weitestgehend eliminiert und die mechanische Belastung für Maschinen minimiert werden.

- Um Reinigungskosten niedrig zu halten, muss der Boden leicht zu säubern sein.

All diese Vorgaben stellten hohe Anforderung an die logistische Planung und die eingesetzten Baustoffe, sowie an den Einbau der Flächen. Gemeinsam mit dem Prüfstellenleiter der Dyckerhoff Beton Niederlassung Betontechnologie erstellten die Bauleiter der Firma IBG floortec GmbH einen Qualitätsplan, um diesen Herausforderungen schon im Vorfeld zu genügen. Zunächst entschieden sich die Bauleiter in enger Abstimmung mit der Prüfstellenleitung der Dyckerhoff Beton Niederlassung Betontechnologie für den Einsatz eines FERRODUR C 30/37 F4 L 0,9/0,9 unter Nutzung von Korodureinstreuung. Dieser Beton nach DIN EN 206-1/ DIN 1045-2 entspricht den Leistungsklassen, die entsprechend der DAfStb - Richtlinie „Stahlfaserbeton“ für den Boden geplant wurden. Die in der Bemessung des Bodens verwendeten Werte der zentrischen Nachrisszugfestigkeit für die Gebrauchstauglichkeit (L1) und für die Tragfähigkeit (L2) wurden durch Erstprüfung an Biegebalken im Wilhelm-Dyckerhoff-Institut nachgewiesen und in der Qualitätssicherung der Lieferung bestätigt. Durch die Wahl des FERRODUR – Betons konnte eine sehr hohe Gleichmäßigkeit der ausgelieferten Betonrezeptur gewährleistet werden, diese war Voraussetzung für die Erreichung der geforderten Ebenheit der Bodenoberfläche.

Die eingesetzte Rezeptur bot aber auch noch weitere Vorteile für den Kunden und sicherte die Erfüllung der geplanten Anforderungen:

- Durch die Verwendung von FERRODUR konnte auf eine konventionelle Bewehrung des Industriefußbodens verzichtet werden

- Im Wilhelm-Dyckerhoff-Institut für FERRODUR nachgewiesene Leistungsklassen nach der DAfStb - Richtlinie „Stahlfaserbeton“ sichern die vom Planer gewählten statischen Anforderungen.

- Die Stahlfasern erhöhen außerdem die Schlagzähigkeit des Bodens und machen ihn so unempfindlicher gegenüber punktuellen Belastungen durch herabfallende Gegenstände.

- Die geringe Fugendichte und hohe Ebenheit des Bodens senkt die Kosten für die Wartung und für Verschleißteile an Fahrzeugen, wie beispielsweise Gabelstaplern und minimiert deutlich störende Vibrationen und Fahrgeräusche.

- Die Rezeptur wurde auch hinsichtlich der Helligkeit des fertigen Bodens optimiert. Ein heller Industrieboden ermöglicht deutliche Energieeinsparungen bei der Hallenbeleuchtung.

- Nach dem Einbringen des Betons ist keine aufwendige Nachbehandlung erforderlich. Nach dem Glätten (Silikatisierung) durch einen „Laser Screed“ genügte eine Folienabdeckung, die der Austrocknung des Betons entgegenwirkt. So konnten die folgenden Arbeitsschritte früher begonnen werden, was sich wiederum positiv auf die Gesamtbauzeit auswirkte.

Durch die Wahl geeigneter Komponenten konnten fugenarme Betonplatten ausgeführt werden. Im Bereich der Brandschutztore sowie an den Überladebrücken wurde ein effektiver Randschutz beziehungsweise eine Lastübertragung mit Hilfe des Einbaus von Sima Profilen und verzinkten U-Profilen erzielt.